Heute Morgen stand packen, Auto zurück geben, Portmonnee holen, Wohnmobil übernehmen, Gepäck abholen auf dem Programm, was wie erwartet viiiel Zeit in Anspruch nahm. Am frühen Nachmittag hatten wir endlich all den administrativen Kram erledigt und unser Gepäck abgeholt, so dass wir uns auf die Fahrt nach Hanmer Springs machen konnten.
Der Ferienort Hanmer Springs liegt an den unteren Ausläufern der Neuseeländischen Alpen. Er ist das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel für Urlauber, die auf der Suche nach Abenteuer, Entspannung und Genuss sind. Bei den Aktivitäten vor Ort steht die wunderschöne Landschaft im Mittelpunkt. Im Resort kann man sich in den natürlich beheizten Pools erholen.
Wir verliessen Christchurch Richtung Norden durch eine hügelige Landschaft mit teils starken Böen. Nach etwa halber Strecke führte uns die Strasse ins Landesinnere Richtung Berge. Wir fuhren an grossflächig bewässerten Feldern vorbei, auf denen Kühe und Schafe, vereinzelt auch Ziegen weideten. Auch Wein wird hier angebaut. Sofern nicht bewässtert oder bewaldet zeigt sich die Landschaft gelbbraun, die Brandgefahr ist hoch und es gilt absolutes Feuerverbot.
Der Beifahrersitz war heiss begehrt und wir haben uns auf dem Logenplatz abgewechselt. Schon bald hatten wir festgestellt, dass die Sitzbank gegen die Fahrtrichtung die Sicht für die Kinder versperrte, die Seitenfenster relativ hoch oben waren und eine kurvenreiche oder durch Wind stark geschüttelte Fahrt bald zu Unwohlsein führen konnte. Was Wohnmobil anbelangt waren wir in Kanada mit unserer Luxuskarosse schon verwöhnt…
Nachdem Hajo die erste Etappe mit Bravour gemeistert hatte, erreichten wir den Campingplatz in Hanmer Springs. Nach kurzer Pause packten wir unsere Badesachen und spazierten durch das Bergdorf zum Eingang des Thermalbades. Der Weg führte uns vorei an der Alpine Lodge, in der wir vor dreizehn Jahren auf der Hochzeitsreise genächtigt hatten. Sie sah von aussen noch etwa gleich aus wie damals.
Im Bad laden 15 Outdoorpools mit verschiedenen Wassertemperaturen, angereichert mit verschiedenen Mineralien zum baden und verweilen ein. Obwohl Flurin ein grossartiger Schwimmer ist, wurde ihm die Fahrt auf der Wasserrutsche verwehrt, was für ihn ziemlich schwierig zu akzeptieren war. Eine Fotografin, welche von Pool zu Pool zog, um Besucher abzulichten, vermochte ihn etwas abzulenken und so versammelten wir uns in verschiedenen Posen und vor unterschiedlichen Kulissen zu Familienfotos. Die Umgebung ist wunderschön, rundherum erheben sich Berge nah und fern und die grossen, dicken Bäume ergeben einen tollen Hintergrund. Nachdem wir alle möglichen Pools ausprobiert und von warm nach kalt und zurück gewechselt hatten, verliessen wir kurz vor Feierabend das Bad. Alle waren vom anstrengenden Tag und dem Bad in den warmen Quellen ziemlich müde und so brauchte es nicht viel Überredenskunst, bis jeder seinen Schlafplatz (Hajo und Alina über der Fahrerkabine, ich und Flurin im hinteren Teil des Fahrzeugs) in unserem Wohnmobil gefunden hatte.